Geschrieben von Johannes Meinecke
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Laut dem DGB Niedersachsen sind immer mehr Studierende gezwungen, bei ihren Eltern zu wohnen. In Göttingen ist die Zahl in den vergangenen 15 Jahren um knapp zwei Prozent gestiegen, sodass acht Prozent der Studierenden noch zuhause wohnen. In Hannover war es im gleichen Zeitraum ein Anstieg von über 15 Prozent auf etwa 35 Prozent der Studierenden. Das geht aus einer Statistik des Centrums für Hochschulentwicklung hervor. Obwohl viele junge Menschen mit dem Studium den Wunsch nach Erwachsenwerden und Selbstständigkeit verbinden würden, mache es die Wohnungssituation und Mietpreisexplosion in den deutschen Städten vielen finanziell unmöglich, das Elternhaus zu verlassen und eine eigene Wohnung zu beziehen. In Niedersachsens Großstädten würden über 110.000 bezahlbare Wohnungen fehlen. Als Konsequenz seien die Mietpreise massiv angestiegen. Auch Fördermaßnahmen wie BAföG könnten durch zu geringe Wohnzuschläge keine Abhilfe schaffen. Der DGB fordert deshalb vom Land unter anderem die zügige Gründung einer eigenen Wohnbaugesellschaft und die Rückkehr auf den Markt als eigenständiger Anbieter.