Geschrieben von Johannes Meinecke
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Wissenschaftler der Universität Göttingen haben untersucht, ob Hecken und Waldränder sich positiv auf die Bestäubung von Erdbeeren auswirken. Sowohl das Gewicht als auch die Qualität der Erdbeeren waren größer, wenn die Erdbeerpflanzen an Hecken platziert wurden. Bienen und andere Insekten übernehmen mit ihren Blütenbesuchen eine wichtige Funktion in der Agrarlandschaft und sind auf Hecken als Lebensräume angewiesen. Für die Untersuchungen wurden Erdbeerpflanzen an drei unterschiedlichen Standorten platziert: neben Hecken, die an Waldränder grenzten, an freistehenden Hecken und in von Hecken isolierten Grasstreifen. Dadurch sollten auch negative Effekte durch schädliche Insekten untersucht werden, so Denise Castle, Erstautorin der Studie. Die Isolation wirkte sich negativ auf die Anzahl der Bestäuber aus, nicht aber auf die Dichten der blütenfressenden Rapsglanzkäfer. Somit konnten die Wissenschaftler die Verbindung zu Waldrändern und Hecken als positiven Effekt auf die Bestäubung nachweisen.