Zukunft der Göttinger Stadthalle: CDU-Ratsfraktion regt Bürgerbefragung an
In der Diskussion um Sanierung oder Neubau der Stadthalle hat die Göttinger CDU-Ratsfraktion eine Bürgerbefragung angeregt. Dies könnte über eine städtisch geführte Online-Umfrage oder schriftlich an alle Haushalte erfolgen. Über ein breites Meinungsbild der Göttinger könnte eine Entscheidung besser gerechtfertigt werden, erklärte der CDU-Fraktionsvorsitzende Olaf Feuerstein. Seine Partei hatte am Samstag in der Innenstadt Passanten gefragt, ob sie einen Neubau oder eine Sanierung der Stadthalle bevorzugen würden. „85 Prozent der Bürger, die für den Neubau gestimmt haben, sind unseren Argumenten eben gefolgt, indem wir natürlich sagen: 30 Millionen in eine Sanierung ist noch längst nicht das Ende der Fahnenstange. Wir landen also bei deutlich mehr als 40 Millionen am Ende, obwohl das Energiemanagement schon raus gerechnet ist. Und bei der Summe muss man tatsächlich dann auch über einen Neubau nachdenken. Und das wurde eben in der Vergangenheit verwaltungsseits nicht getan. Da wurde nur die Alternative ‚Sanierung‘ geprüft.“ Die Option Neubau hätte ebenfalls mit Zahlen überprüft werden müssen, kritisiert Feuerstein. Kürzlich hatte Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler die Kosten für die Stadthallensanierung um zehn Millionen Euro nach oben korrigiert. Ursprünglich waren rund 19 Millionen Euro veranschlagt. Der Rat tagt am Freitag ab 14 Uhr im Neuen Rathaus und beschäftigt sich dabei mit dem Doppelhaushalt für 2019/2020.