Göttinger Sozialwissenschaftler forschen zu Prozessen der Inklusion
Göttinger Sozialwissenschaftler forschen im Rahmen eines neuen Forschungsprojekts der Universität Göttingen in Deutschland und Brasilien zu Prozessen der Inklusion. Im Fokus steht die Teilhabe von westafrikanischen und syrischen Migranten, die bereits einige Jahre in Deutschland und Brasilien leben. Anhand der Lebensläufe von Migranten wird untersucht, welche Erfahrungen die Mitglieder in jeweiligen Kontexten machen und wie sich Inklusionsprozesse im Ankunftsland gestalten. Laut Projektleiterin Gabriele Rosenthal vom Methodenzentrum Sozialwissenschaften der Universität Göttingen, stehen Migrierende im Mittelpunkt, die in den herrschenden gesellschaftlichen Diskursen als ‚irregulär‘ oder ‚ungeplant‘ bezeichnet würden. Vor allem würde die Frage verfolgt, welche Konstellationen eine Etablierung und gesellschaftliche Teilhabe erleichtern oder erschweren. Kooperationspartner der Universität Göttingen ist Hermílio Santos vom Fachbereich Sozialwissenschaften der Päpstlichen Katholischen Universität von Rio Grande in Porto Alegre. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert das Projekt für drei Jahre mit rund 580.000 Euro.