Geschrieben von Johannes Meinecke
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Die internationale Gruppe „Frauen in Aktion“ der OM10 hat sich über Pläne der Göttinger Stadtverwaltung, keine weiteren Wohnungen für Geflüchtete bauen zu wollen, empört gezeigt. Die Begründung das es keinen Bedarf gäbe, würde die Situation vieler Menschen in Göttingen ignorieren. Viele seien weiterhin in Lagern untergebracht. Dort gäbe es keine Privatsphäre und Frauen und Kinder seien dort in besonderem Maß Gewalt und sexuellen Angriffen ausgesetzt. Kinder hätten keinen Platz zum Spielen und Mitbewohner würden sich dann über Lärm beschweren. Familien würden getrennt, aber erwachsene Kinder, die in andere Städte verteilt wurden, könnten nicht zu den Eltern ziehen. Diese Zwänge führten zu Stress und Streit statt benötigter Sicherheit und Akzeptanz. Viele würden bei der Wohnungssuche offene Ablehnung aufgrund Religion oder Hautfarbe erleben und könnten die Wohnungen in Göttingen nicht allein bezahlen. Die derzeitige Wohnsituationen sei missachtend und erniedrigend. Solange Menschen in Heimen und Sammelunterkünften leben müssten, bestehe weiterhin der dringende Bedarf nach zusätzlichen Wohnungen.