Einbecker Saatguthersteller KWS erzielte Umsatzsteigerung
Der Saatguthersteller KWS mit Sitz in Einbeck hat seinen Umsatz im vergangenen Geschäftsjahr um 4,2 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro gesteigert. Das teilte das Unternehmen bei der gestrigen Bilanzpressekonferenz mit. Wachstum wurde dabei in allen Produktsegmenten erzielt. In Einbeck investierte KWS vorrangig weiter in die Ausweitung der Zuckerrübensaatgutproduktion. Für das auf mehrere Jahre angelegte Projekt sind rund 40 Millionen Euro eingeplant. Zudem investierte das Unternehmen auch in Südamerika. Dort stand die Erweiterung der Trocknungs- und Produktionskapazitäten für Maissaatgut im Mittelpunkt. Dazu Hagen Duenbostel, Vorstandssprecher der KWS Gruppe: „Sowohl in Argentinien als auch in Brasilien haben wir sozusagen die Stellschrauben gedreht, um a) das Flächenpotenzial im Maisanbau nutzen zu können und b) zusätzlich Marktanteile für uns zu gewinnen. Und wir könnten in Brasilien beispielsweise den Absatz jetzt verdoppeln unter den gegebenen Investitionen. Und wir investieren natürlich auch weiter in Osteuropa. Das geht nicht darum, weniger in Deutschland zu investieren, die Modernisierung in Einbeck, gerade bei Zuckerrübe, ist ein tolles Zeichen. Aber zunehmend ist natürlich Mengenwachstum außerhalb dieser Kernregion gegeben und deswegen werden wir auch da weitere Investitionen sehen.“ Insgesamt wurden im vergangenen Geschäftsjahr 96,6 Millionen Euro investiert. Für das aktuelle Jahr will KWS rund 100 Millionen Euro aufwenden. Damit sollen Aufbereitungs-, Produktions- sowie Forschungskapazitäten erweitert werden. Zudem erwartet der Vorstand der KWS-Gruppe ein Umsatzwachstum von acht bis zwölf Prozent.