Geschrieben von Jennifer Bullert
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Der Göttinger Grünen-Bundestagsabgeordnete Jürgen Trittin setzt sich für eine bundesweite Wohnheim-Offensive ein. Die Wohnsituation für Studierende sei aufgrund der stark gestiegenen Mieten gefährdet. Zelt- oder Matratzenlager auf dem Campus seien keine Lösung, günstige Hotelübernachtungen würden das Problem zudem nicht langfristig lösen. Bezahlbarer Wohnraum sei auch für Studierende von großer Bedeutung, so Trittin. Nach seinen Angaben würden für kleine Wohnungen auf dem freien Markt in Hochschulstädten inzwischen durchschnittlich 400 Euro Miete verlangt, während das BAföG dafür eine Pauschale von 325 Euro vorsehe. Da das Wohnheim die preisgünstigste Art des Wohnens nach dem Elternhaus bilde, verschärfe die geringe Verfügbarkeit von Wohnheimplätzen die finanzielle Situation der Studierenden, so Trittin. Gerade Studierende aus einkommensschwachen Nicht-Akademiker-Familien bräuchten Planungssicherheit bei der Finanzierung ihres Studiums und ihres Wohnraums. Trittin zufolge finden aktuell nur noch knapp zehn Prozent der Studierenden einen Wohnheimplatz.