Geschrieben von Anja Würfel
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Am Göttinger Institut für Ethnologie und Ethnologische Sammlungen sowie an fünf anderen niedersächsischen Museumsstandorten waren Wissenschaftler aus Tansania, Namibia, Kamerun und Papua-Neuguinea zu Gast. Der Besuch fand im Zusammenhang mit dem Forschungsprojekt zu Beständen aus der Kolonialzeit statt. Dafür kooperieren Kollegen aus den Herkunftsregionen mit hiesigen Wissenschaftlern. Das Projekt startete im Herbst 2018 unter dem Titel „Provenienzforschung in außereuropäischen Sammlungen und der Ethnologie in Niedersachsen“ (PAESE). In sieben Teilprojekten arbeiten hier Wissenschaftler zur Herkunft, den Erwerbszusammenhängen von Objekten, die während der Kolonialzeit erlangt wurden und sich heute in den Museen und Sammlungen in Braunschweig, Göttingen, Hannover, Hildesheim und Oldenburg befinden. So sollen Erkenntnisse darüber gewonnen werden, wie die Objekte in die Sammlungen kamen und wie sie dort verwendet wurden. In Göttingen sichteten Flower Manase vom National Museum of Tanzania und Tommy Buga vom National Museum and Art Gallery in Papua-Neuguinea gemeinsam mit den deutschen Projektmitarbeiterinnen vier Wochen lang die Bestände.