Landkreis Göttingen will freiwillige Gemeindefusionen bezuschussen - Linke üben Kritik
Der Landkreis Göttingen strebt eine Bezuschussung von freiwilligen Gemeindefusionen an. Das geht aus einer Vorlage für die kommende Sitzung des Finanzausschusses hervor. Durch Gemeindefusionen ließen sich Synergien erzeugen, um den Herausforderungen im ländlichen Raum zu begegnen. Zu den Voraussetzungen für die finanzielle Unterstützung zählen unter anderem eine Mindestgröße von mehr als 10.000 Einwohnern in der neuen Kommune. Die Höhe der Bezuschussung soll sich an der Einwohnerzahl ausrichten. Sie kann höchstens eine Million Euro im Jahr betragen und wird für fünf Jahre gewährt. Die Linke im Göttinger Kreistag sowie der Ortsverband der Linken im Altkreis Osterode sprechen sich gegen die Maßnahme aus. Sie befürchten einen Verlust von Bürgernähe. Der Linken-Fraktionsvorsitzende Eckhard Fascher betont zudem, dass nicht nur die Vor-, sondern auch die Nachteile solcher Fusionen kritisch betrachtet werden müssten. Der Finanzausschuss des Landkreises Göttingen tagt Donnerstag um 17 Uhr im Großen Sitzungssaal des Kreishauses.