Geschrieben von Anja Würfel
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Die Landrätin Astrid Klinkert-Kittel des Landkreises Northeim will sich mit einem Paket verschiedener Maßnahmen der Bekämpfung von Armut widmen. Diese sei laut Klinkert-Kittel sowohl in einem reichen Land wie Deutschland als auch im Landkreis Realität, denn der Wohlstand der letzten Jahrzehnte sei nicht bei allen Bevölkerungsschichten angekommen. Um Betroffenen aller Altersgruppen passgenaue und nicht stigmatisierende Angebote bereitstellen zu können, würde nun eine aussagekräftige Datengrundlage benötigt. Diese soll von Studierenden der Hochschule Harz im Rahmen einer Projektarbeit erhoben werden. Daraus sollen bis zum Sommer 2020 Vorschläge, auch unter Beteiligung der kommunalen Akteure, erarbeitet werden. Außerdem wird sich der Landkreis um die Teilnahme an dem Modellprogramm Aktiv (f) mit einem Förderbetrag von 2,5 Millionen Euro bemühen, welches die Lebenssituation von Familien, welche von Armut und Ausgrenzung betroffen sind, verbessern soll. Des weiteren sollen die Tafelläden im Kreisgebiet, die fast ausschließlich durch Spenden finanziert werden, eine verlässliche Grundfinanzierung von 5.000 Euro pro Jahr aus dem Kreishaushalt erhalten. Außerdem sollen die betroffenen Menschen über bestehende Ansprüche aufgeklärt werden, insbesondere solche, die bisher nur nur sehr eingeschränkt zu erreichen waren. Klinkert-Kittel betont, dass es ihr insbesondere wichtig sei, für das Thema Armut noch mehr als bislang zu sensibilisieren.