Geschrieben von Johannes Meinecke
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Die Gesellschaft für Biochemie und Molekularbiologie (GBM) ehrt die Direktorin am Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie, Marina Rodnina, für ihre Forschung zur Struktur und Funktion von Ribosomen. Die Otto-Warburg-Medaille wurde der Biochemikerin gestern auf der gemeinsamen Herbsttagung der GBM und der Deutschen Gesellschaft für Zellbiologie in Tübingen verliehen. In den vergangenen Jahrzehnten hat das Team rund um Rodnina Methoden entwickelt, um die Herstellung von Proteinen zu untersuchen. Sie konnte mit ihrer Abteilung Physikalische Biochemie unter anderem entschlüsseln, wie „Störfälle“ in der Proteinfabrik vermieden werden und welche Prozesse am Ribosom für die Qualitätskontrolle sorgen. Mit ihrer Forschung habe sie nicht nur zentrale Prinzipien der Funktionsweise von Ribosomen offengelegt, sondern auch die gesamte Forschung der Ribosomen revolutioniert, so Annette Beck-Sickinger, Präsidentin der GBM.