Göttinger Wissenschaftler untersuchten die Wahrnehmung der gängigen Milchviehhaltung
Wissenschaftler der Universität Göttingen haben in einer Studie die Wahrnehmung der gängigen Milchviehhaltung untersucht. In vielen Betrieben ist es aktuell Praxis, Kühe und Kälber in den ersten Stunden nach der Geburt zu trennen. Tierschützer beklagen diese Praxis, weil so keine Mutter-Kind-Beziehung entstehen kann. Und auch in der Forschung ist die Frage nach dem geeigneten Zeitpunkt umstritten. Zusammen mit Wissenschaftlern der kanadischen Columbia-Universität haben die Göttinger Forscher in einer repräsentativen Online-Befragung erforscht, wann Kuh und Kalb getrennt werden sollten. Nur 18 Prozent der Befragten bevorzugten die heute übliche frühe Trennung der Tiere. Dazu Gesa Busch, die die Studie durchgeführt hat: „Unsere Studie hilft, die öffentliche Ablehnung der gängigen Praxis zu verstehen. Obwohl verschiedene Argumente für und gegen eine frühe Trennung in den einzelnen Gruppen unterschiedlich bewertet werden, ändern diese Argumente die Meinungen der meisten Befragten nicht. Für die Landwirtschaft bedeutet das, sich über neue Verfahren Gedanken zu machen.“